1. „Normaler“ Arbeitsplatzkonflikt

 

Ein wichtiges Kennzeichen für einen „normalen“/offenen Konflikt ist, dass übliche Konfliktlösungsstrategien (Möglichkeiten, die bestehenden Probleme zu lösen), eingesetzt werden können. Das ist bei Mobbing nicht der Fall.

 

Beispiel:

 

Hr. A. ist Angestellter in einem Unternehmen und möchte sich für eine Weiterbildung beurlauben lassen. Der Vorgesetzte legt ihm nahe, im Interesse der Abteilung, weil Urlaubszeit ist, die Weiterbildung zu verschieben. Hr. A. ist verärgert, schließlich ist die Weiterbildung für die Ausübung seiner Position wichtig und er bittet um weiteres Gespräch mit seinem Vorgesetzten um seinen Wunsch erneut zu äußern. Der Vorgesetzte hört zu, entscheidet aber doch im Interesse des Arbeitsablaufes, sodass Hr. A. die Weiterbildung verlegen muss. Hr. A. ist ein paar Tage verärgert über seinen Chef, verschiebt seine Weiterbildung zwar widerwillig, aber ohne Konsequenzen für seine Arbeit oder sein Wohlbefinden. Der Ärger verfliegt.

 

Dies ist vermutlich ein Beispiel für eine Art von Konflikten, die alle Arbeitnehmer aus ihrem Arbeitsalltag kennen und ohne die ein Arbeitsleben nicht vorstellbar wäre. Es handelt sich daher um einen gewöhnlichen Arbeitsplatzkonflikt.

Autorin: Sylvia Benz

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