#1

Snah,

, DeutschlandBronze-Status

Hallo zusammen,

 

ich bin m27 und quäle mich jetzt schon seit Jahren mit der Berufsfindung. Ich versuche mich kurz zu fassen: Ich habe erst 1 Semester Informatik studiert, was mir nicht gefallen hat. Dann habe ich 3 Semester Geographie studiert. Das Studium war sehr interessant, aber ich konnte mir irgendwie nicht so richtig vorstellen, was ich damit später mache. Wollte bloß nichts langweiliges später machen.

Weil ich mir so unsicher war, habe ich dann abgebrochen und eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht. Ich war damals noch ziemlich zurückhaltend und schüchtern und hab deshalb viele Berufe partout für mich ausgeschlossen. Jetzt lerne ich ganz andere Seiten von mir kennen und merke, dass ich eigentlich ganz gerne auch mal neue Leute kennen lerne und mich mit denen unterhalte.

Ich bin jetzt Web-Entwickler, aber so richtig Spaß macht mir der Beruf nicht. Und ich bin leider auch nicht besonders gut. Ich sehne mich total zurück an die Uni und würde gerne noch mal studieren. Ich überlege echt, wieder mit Geographie weiter zu machen, denn Inhaltlich war es wirklich interessant. Also das Fach passt wirklich zu mir, es war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus und die sind ja meistens die besten. Ich bin auch etwas mutiger geworden, die Zukunft einfach auf mich zukommen zu lassen, aber vielleicht gibts auch einen besseren Weg für mich?

 

Ich kenne meine Interessen und Neigungen. Ich weiß auch was ich für ein Typ bin und kenne auch meine Psyche ziemlich gut. Ich weiß z. B. dass ich ein recht sensibler und kreativer Mensch bin. Trotzdem fällt mir irgendwie nichts geeignetes ein, was ich machen oder mal ausprobieren könnte. Vielleicht könnt ihr mir helfen was zu finden? Ich will jetzt auch nicht zu weit ausschweifen, aber hier mal ein kleiner Überblick.

 

Ich würde mich generell als ziemlich wissbegierigen und vielseitigen Menschen bezeichnen. Eigentlich interessieren mich alle klassischen Wissenschaften, also aus dem Natur- und Geisteswissenschatlichen bereich. Hier mal eine kleine Auswahl: 

Geschichte, Archäologie, Biologie, Astronomie, Physik, Geographie, Geowissenschaften, Sprachen, insbesondere asiatische Sprachen, Soziologie, Kulturwissenschaften, Ethnologie

 

Klar, es gibt Leute die sagen: Studier doch einfach irgendwas, was dich interessiert, ein Studium an sich qualifiziert einen schon zu irgendwas. Aber dann liest man auch oft ganz andere Sachen. Ich spiele z. B. oft mit dem Gedanken auf Biologie umzusatteln, weil mich die Pflanzen- und Tierwelt total interessiert, aber die Jobchancen sollen irgendwie sehr schlecht aussehen, insbesondere wenn man sich auf Zoologie und Botanik spezialisiert.

Auf jeden Fall weiß ich, dass mir das Studium sehr viel Spaß gemacht hat, auch wenn es manchmal anstrengend war und dass ich gerne wieder etwas studieren würde. Mit all den Unannehlichkeiten, wie wenig Geld zu besitzen etc :)

Und wenn man die Lust dazu hat und auch die Möglichkeit, dann sollte man sie auch ergreifen denke ich! Nur habe ich jetzt die Chance, mich auch noch mal neu zu orientieren.

 

Zu meinen Hobbies: Ich schaue gerne Dokus aus den oben genannten Wissenschaften, lese gerne in diesem Bereich, ich lese aber auch super gerne Fantasybücher. Ich würde sagen, dass ich eine extrem hoch ausgeprägte Fantasie habe. Ich wollte eignetlich auch schon immer was gestalterisches machen, vlt in der Spielebranche. Aber da rein zu kommen ist echt schwer. Ich spiele auch mal ganz gerne PC spiele, hauptsächlich Fantasy-RPG Zeug oder Strategie.

Ich mache Bildbearbeitung und seit neuestem versuche ich mich an 3D-Design. Außerdem habe ich wieder mit malen angefangen. Außerdem habe ich mit einem Kumpel zusammen angefangen kleine Einrichtungsgegenstände aus Metall zu schweißen.

Ich liebe Pflanzen und Tiere. Habe selber einige Pflanzen zu Hause, Chilis, Bonsais, früher auch Venusfliegenfallen und kümmer mich gerne drum.

Ich gehe gerne in Museen. Ich treff mich gerne mit Freunden, gehe was trinken, oder ins Kino.

Ich Reise gerne und interessiere mich sehr für andere Kulturen, Länder und Sprachen.

Ich gehe Joggen und mache Shaolin Kung Fu.

Ich helfe gerne anderen Menschen, höre gerne zu, wenn jemand Probleme hat und berate ihn gerne mit meinem Wissen.

Ich bin einfach neugierig! Deshalb hat mich mein Job auch ziemlich angekotzt, weil ich mich zu tode gelangweilt habe.

 

Und wie gesagt, ich bin ein recht sensibler Mensch, reagiere oft sehr emotional, bin eher was ruhiger und irgendwie harmoniebedürftig. Daher halte ich mich wohl auch gerne in der Natur auf und habe so eine Verbundenheit dazu. Hatte auch schon überlegt, mit Geographie vlt etwas im Naturschutz oder in der Entwicklungshilfe zu machen. Hmm.

Von meiner bisherigen Arbeit im Büro weiß ich, dass mich Hektik und Unruhe und viel Lärm durch quatschende Leute und klingelnde Telefone ganz schön stressen und es für mich schwierig machen, mich zu konzentrieren. Außerdem muss die Umgebung für mich stimmen. Ein kahles, modernes Büro mit grellem Neonlicht macht mich irgendwie unruhig. Das gehört wohl auch in den Bereich Psyche.

 

Ich hatte schon verschiedene Vorstellungen eines Traumbefurs, der in der Form so wohl nicht existiert sondern nur meinen Idealvorstellungen aus dem Kopf entspricht. Aber vielleicht sind das ja Anhaltspunkte?

Als Kind wollte ich immer "Naturforscher" werden. Ich habe so viele tolle Dokus im Fernsehen gesehen und fand es voll spannend, die Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Auch als Meeresbiologe die Tiefen der Meere zu erforschen, wäre irgendwie toll. Ich habe mir auch schon vorgestellt, wie ich als Archäologe in irgendwelchen Gruben rumklettere, archäologische Gegenstände ausgrabe und wie ich diese dann im Institut genau betrachte und analysiere und versuche einzuordnen. Antike Kunstgegenstände faszinieren mich irgendwie total. Naja, ich wollte auf jeden Fall kein Feuerwehrmann oder Arzt werden, das sagt ja schon ein bisschen was über mich oder?

Natürlich sieht der Alltag von Menschen die in der Forschung arbeiten ganz anders aus und ist mit viel Stress verbunden. Und dann schaffen es ja auch nur 0,0001% dort hin und die restlichen Archäologen und Biologen können sehen, wo sie bleiben 😃

Selber Dokus zu produzieren, durch die Welt zu Reisen und Fotos und Videos zu machen, das stelle ich mir auch spannend vor und halte ich schon fast für ein bisschen realistischer.

 

Ist jetzt doch ganz schön viel gewesen. Was sagt ihr dazu? Kann man daraus vielleicht passende Berufe für mich ableiten? Vielleicht kommt einer aus einem der Bereiche oben? Ich könnte mir schon vorstellen, meinen gelernten Beruf irgendwie zu kombinieren. Kann man Archäologie mit IT kombinieren? Gibt's sowas?

Ich denke manchmal, dass ich mir meinen eigenen Beruf schaffen muss in einer selbstständigen Tätigkeit...

 

Ich schreibe gerne :D


Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal bearbeitet, zuletzt von »SonOfTheMorning« (14.02.2016, 20:02)
#2

Snah,

, DeutschlandBronze-Status

Hat keiner eine Idee?

#3

Frank,

, DeutschlandBronze-Status

Ich würde saden, dass dir da am besten ein Personalberater helfen kann. Das kostet zwar etwas, jedoch zahlt es sich völlig aus. Schau mal hier: http://www.hoffmannmelcher.de/kandidaten/warum-hmp.html

Du kannst ja auch mal anrufen und dich informieren. 

Beste Grüße

Frank


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal bearbeitet, zuletzt von »Tamara, Köln« (16.02.2018, 10:41)
#4

Mike,

, DeutschlandBronze-Status

keiner :(!

#5

Elisabeth, Zürich

Zürich, SchweizPlatin-Status

Versuche doch was zu finden, was das, was du schon hast (Fachinformatik) und das, was dich interessiert (Natur) zu verbinden.

#6

Katja,

, DeutschlandBronze-Status

vielleicht kannst du ja dokumentarfilme drehen

#7

Karla Y.,

, DeutschlandSilber-Status

Ich finde als erstes wichtig, dass du dir klar machst, dass du alle Zeit der Welt hast, um dich für den richtigen Beruf zu entscheiden und dass es auch normal ist, dass es gegebenenfalls mehrere perfekte Jobs für dich gibt - manchmal ändert sich das eben auch. Vielleicht willst du in 10 Jahren wieder etwas anderes machen und auch das ist okay. Ich habe erst mit 29 Jahren verstanden, dass ich mir einen anderen Beruf suchen muss, um nicht völlig vor die Hunde zu gehen. 4 Jahre später habe ich erst etwas gefunden, das mich wirklich glücklich macht.Und wer weiß, vielleicht entschließe ich mich, in 15 Jahren, wieder umzusatteln...

Und ich finde, die Zeit, die ich gebraucht habe (und die war nicht leicht) war es wert. 🙂

In diesem Sinne - der wichtigste Rat ist: Höre auf niemanden ausser auf dich selbst und deine innere Stimme. Wenn dein Bauch dir sagt, dass du z.B. Geographie studieren solltest, höre auf ihn.

Egal, wie die Jobaussichten sind, denn wenn du deinen Job liebst bist du gut und wenn du gut bist findest du auch eine Niesche, in der du leben und arbeiten kannst.

 

Insofern rate ich dir ungern zu einem bestimmten Job, denn nur du kannst das für dich selbst entscheiden, aber wenn du weitere Fragen hast, antworte mir einfach oder schreibe mir eine PN:)
Ein paar Jobfindungs-Ansätze hätte ich noch...

#8

Emil, Potsdam

Potsdam, DeutschlandSilber-Status

Ich finde auch, es ist ok sich umzuorientieren. Du musst keinen job ewig machen, jeder Arbeitgeber mit etwas Empathie versteht das sich Menschen umorientieren und nach ein paar Jahren auch mal etwas neues ausprobieren möchten.

#9

Hanna,

, DeutschlandGold-Status

Ich finde auch, es ist ok sich umzuorientieren. Du musst keinen job ewig machen, jeder Arbeitgeber mit etwas Empathie versteht das sich Menschen umorientieren und nach ein paar Jahren auch mal etwas neues ausprobieren möchten.

 Dem kann ich nur zustimmen. Hauptsache man ist selbst zufrieden.

#10

Tristan, Frankfurt

Frankfurt, DeutschlandBronze-Status

Hey mere,

habe gerade mal in den Link geschaut - coole Sache. Habe vor einiger Zeit das Buch von Barbara Sher gelesen und mich total darin wiedererkannt. Also auch in diesem Gelangweiltsein und in dieser Ungeduld, weil man eigentlich schon längst für fünf andere Sachen entflammt ist.

Besonders engstirnig und verletzend finde ich immer dieses Vorurteil, was in dem Video ja auch aufgegriffen wird, dass SCannerpersönlichkeiten nämlich immer an der Oberfläche bleiben und nicht in die Tiefe/Komplexität eines Themas einsteigen können/wollen. Das ist völliger Unsinn! Ich habe sechs Jahre lang studiert (arbeite nun aber in einem anderen Feld) und es sehr genossen. Beim wissenschaftlichen Arbeiten konnte ich trotz Schachspiel, Klavierunterricht, Aktzeichenkurs, paralleler Coachingausbildung und Arbeit als freier Journalist sehr viel TIEFER in die Materie eintauchen als manch anderer, der sich nur auf dieses eine Thema konzentriert hat. Klar Taucher schaffen es oft, ein Thema endlos zu vertiefen, indem sie da über Jahre am Ball bleiben, das hat aber nichts mit mehr Tiefgang zu tun, sondern einfach damit, dass sie das eben wollen und es ihnen mehr gibt als sich in ein neues Thema einzuarbeiten. Das ist ja auch cool! Kenne viele Diver (sind ja die meisten Menschen), die ich sehr schätze und mit denen ich super gerne zusammenarbeite. Die würden aber auch nie auf die Idee kommen, mich als unbeständig oder intellektuell oberflächlich zu bezeichnen. Das sind nämlich die Leute, die eine Scannerpersönlichkeit dafür schätzen, unkonventioneller an Sachen heranzugehen und ggf. viele unterschiedliche Fäden zusammenzuführen.

Ich glaube, man muss einfach aufhören, sich selbst seine Vielseitigkeit zu verbieten und sie ausleben. In Barbara Shers Buch geht es ja auch viel darum, zu evaluieren, was man sich von seinen Projekten verspricht. Es gibt zum Beispiel Sachen, die einen nur von der Idee her interessieren, es gibt Dinge, wo man nur als Ideengeber auftreten und sich dann distanzieren will, manchmal geht es darum, andere zu unterstützen und bei wieder anderen Dingen (in meinem Fall mein Langzeitstudium) geht es darum, in ein Thema einzutauchen und es aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und seine Komplexität zu verstehen. Scanner können eben auch tauchen - nur nicht so lange und nur bei einer Sache für den Rest ihres Lebens 🙂

Viele Grüße
Tristan

#11

Lena, Berlin

Berlin, DeutschlandSilber-Status

hör auf dein bauchgefühl und mach das was du am meisten willst 

#12

Miro, München

München, DeutschlandBronze-Status

Wie wärs mit einer Tätigkeit im Bereich der Entwicklungshilfe oder im Bauingenieurswesen. Da ist man sehr oft an der freien Luft und das sind keine typischen Bürojobs. Schau doch auch mal hier unter https://www.yourfirm.de/jobsuche-nach-fachrichtung/ nach den passenden Stellen. Da sind viele Tätigkeiten aufgelistet.

#13

Finja,

, DeutschlandGold-Status

Musst du dich vielleicht davon verabschieden, dass du EINEN Beruf finden wirst. Du musst einfach immer wieder was anderes machen,. Ich denke, du wirst nie wirklich endgültig zufrieden sein mit einer Sache. Das ist doch gut! 

 

Entscheide dich mal für eine Sache und dann kannst du immer noch was anderes machen,. 🙂

#14

Bernd,

, DeutschlandSilber-Status

Musst du dich vielleicht davon verabschieden, dass du EINEN Beruf finden wirst. Du musst einfach immer wieder was anderes machen,. Ich denke, du wirst nie wirklich endgültig zufrieden sein mit einer Sache. Das ist doch gut! 

 

Entscheide dich mal für eine Sache und dann kannst du immer noch was anderes machen,. 🙂

 

 

Diesen Vorschlag meinst Du doch wohl nicht ernst. Ich sehe aktuell bei meinem Cousin, wohin das führen kann. Aus reiner Lustlosigkeit nach der Schule begann er eine Lehre als Straßenbauer, hielt dann ganze drei Jahre durch. Kurz vor den Prüfungen warf er hin, weil dieser Beruf ihm kein Spaß macht. Ganze drei Jahre hat er verschenkt, wertvolle Zeit in der er nun in einem erlernten Beruf arbeiten und Geld verdienen könnte. Nun hat er nochmal von vorne angefangen und studiert IT. In einem anderen Portal habe ich vor kurzem eine ähnliche Geschichte gelesen: https://www.frage.de/freizeit-%26-hobbies

Von daher sollte man sich das schon vorher gut überlegen was man lernen möchte und nicht aus einer Laune heraus entscheiden. Am besten wäre, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann, bei einigen klappt das ja sogar. 


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal bearbeitet, zuletzt von »Bernd,« (09.02.2018, 22:25)
#15

Elias, Bayern

Bayern, DeutschlandBronze-Status

Hat keiner eine Idee?

 

Ideen gibt es viele aber alles was du so erzählt hast kommt nur eins rüber, du hast wenig Durchhaltevermögen und egal was du anfasst ohne diese Gabe zu verlieren wird es nichts. Wenn du schon Wu chu praktizierst solltest du eigentlich wissen das man lange Jahre braucht um in dem Sport gut zu werden.

Frag doch mal den Trainer ob er für dich eine Stelle hat, immerhin hat dich dies am weitesten weitermachen lassen.

#16

saric, wiesbaden

wiesbaden, DeutschlandBronze-Status

Hallo,

also um ehrlich zu sein, sollst du immer deinem Herzen folgen . Es soll doch nicht so schwer sein, den richtigen Beruf zu finden. Welche Bildungswege magst du eigentlich?

Vor kurzem hatte ich das gleiche Problem, den richtigen Bildungsweg zu finden. Aber nach nicht so kurzer Zeit und mit ständigen Suchen, fand ich den richtigen Beruf für mich, also als Logistikmeister. Ich liebe es einfach und ich danke jeden Tag meinem Freund, dass er mir diese Seite empfohlen hat.

Hier ist auch eine Seite für dich - https://www.fain.de/angebote/logistikmeister-ihk/. Ihre Auswahl ist groß und vielleicht kannst du das richtige für dich finden. 

MfG

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