Es macht sich nicht gut im Lebenslauf, häufig den Job zu wechseln? Diese Annahme ist typisch deutsch, könnte man fast sagen: die Deutschen legen nämlich sehr viel Wert auf Sicherheit. Eigenheim, Versicherungen für alles und am besten eben ein unbefristeter Arbeitsvertrag. All diese Dinge versprechen schließlich Wohlstand. Oder?

Eben nicht! Sagen zumindest Karriere-Experten. Denn bei regelmäßigen Jobwechseln ist ein größerer Gehaltssprung drin. Laut Forbes heißt das in Zahlen sogar: "Wer länger als zwei Jahre in derselben Firma bleibt, verdient 50 Prozent weniger." Demnach wirtschaftet man sich als treuer, ewiger Mitarbeiter schon fast arm.

Der Grund dafür ist, dass man für einen Jobwechsel sein Gehalt von Grund auf neu verhandelt. Gegenüber dem alten Job können somit oftmals 10-20% mehr Einkommen drin sein. Gehaltserhöhungen im beständigen Job fallen in der Regel sehr viel kleiner aus. Damit sind die Sprünge bei einem Jobwechsel durchaus spürbar. Zudem bietet ein Jobwechsel eher die Möglichkeit die Karriereleiter hochzuklettern, als einfach nur befördert zu werden.

Weitere Faktoren, die deutliche finanzielle Konsequenzen haben, sind die Inflation und steigende Lebenshaltungskosten. Ein gleichbleibendes Gehalt ist demnach sogar weniger wert. Berücksichtigt man eine Inflation von 3% und ein Nettogehalt von 2000€, blieben am Ende des ersten Jahres nur 1925€. Nach 10 Jahren wären es noch 1480€. Dies ist natürlich ein extremes Beispiel und die Inflationsrate ist nicht jedes Jahr 3%, aber es soll vor Augen führen, wie wenig lukrativ es ist, in diesem Fall an Altem festzuhalten. Um nicht weniger zu verdienen sollten Arbeitnehmer als mindesten alle zwei Jahre eine Gehaltserhöhung einfordern. Oder noch besser: den Job wechseln.