Dass man feinsäuberlich eine Mappe – eine echte Mappe zum Anfassen – mit einem Anschreiben, dem Lebenslauf und Zeugnissen bestückt und irgendwo abgegeben hat… das war einmal. In der digitalen Zeit, in der wir leben, bewirbt man sich anders. Oder man wird gefunden. Berufsportale, soziale Netzwerke, Chatbots und künstliche Intelligenz haben den Bewerbungsprozess auf ein neues Level gehoben.

Heutzutage hat sich so einiges geändert, wenn man sich bewerben will. Schon damit angefangen, dass der Bewerbungsprozess nicht mehr unbedingt vom Bewerber initiiert wird. Personaler, Headhunter oder Recruiter müssen selber aktiv werden und kontaktieren potentielle Arbeitnehmer über Business-Netzwerke, in denen berufliche Profile gepflegt werden. Unabhängig davon, von wem Interesse bekundet wurde: finden beide Seiten „Gefallen“ am anderen, werden zunächst nur Eckdaten ausgetauscht und nicht mehr ganze Unterlagenberge. Diese Art ist effizient, da schnell klar wird, ob mehr Zeit und Muße investiert werden will, oder aber nicht.

Schnell, modern Eindruck machen

Neben den bereits genannten Netzwerken haben Bewerber noch andere Möglichkeiten mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten. So bieten manchen Firmen beispielsweise an, Informationen via WhatsApp oder andere Nachrichtendienste auszutauschen. Oder aber auf ihren Websites stellen sie Chatbots bereit. Diese Computerprogramme können automatisiert auf Fragen eingehen und Austausch pflegen. Diese Art der Kommunikation ist schneller und resourcensparender, als E-Mail-Verkehr oder Telefonhotlines. Ebenfalls der Zeitersparnis zum Opfer gefallen ist in vielen Betrieben das Anschreiben. Oft wird vollends darauf verzichtet, manchmal wünschen Personaler anstatt dessen ein Motivationsschreiben. Dies ist angenehmer zu lesen und gibt zudem viel mehr Aufschluss über den Bewerber.

Videointerviews für klares Bild

Da bekanntlich ein Bild schon mehr als tausend Worte sagt – was ist dann nur mit vielen Bewegtbildern? Aus diesem Grund sind Videointerviews noch aufschlussreicher als ein Schreiben. Neben dem Lebenslauf wird also ein Handy-Video zur Verfügung gestellt. Entweder werden dort standardisierte Fragen des jeweiligen Unternehmens beantwortet. Oder aber der Bewerber tobt sich je nach Branche kreativ aus.

Wer heutzutage also einen Job sucht, sollte sich in einschlägigen Business-Netzwerken herumtreiben und Präsenz zeigen. Aktualität und gute Pflege sind dabei das A und O, um gefunden zu werden. Dann steht dem beruflichen Neustart nichts mehr im Wege!