Durch den technologischen Fortschritt und Handys, die inzwischen mehr kleine Computer als Telefone sind, sind wir immer überall erreichbar. Somit auch im Urlaub. Mal schnell in die Mails gucken oder für die Kollegen erreichbar sein, ist keine Seltenheit mehr. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als die Hälfte der Deutschen schon während des Urlaubs gearbeitet haben. Und mehr als 40 Prozent haben sogar dem Job zuliebe ihre Auszeit verschoben oder noch viel schlimmer: ganz abgesagt. Dabei sollte Urlaub doch Urlaub sein.

So richtige Entspannung setzt eigentlich nur ein, wenn man mindestens zwei bis drei Wochen Urlaub hat, sagen Wissenschaftler. Die wenigsten Arbeitnehmer bekommen aber überhaupt so lange am Stück frei. Demnach sollten sie ihre Urlaubszeit effizient zum Abschalten nutzen und nicht ständig mit dem Kopf im Büro sein. Der Erholungseffekt fällt sonst viel zu gering aus. Es ist natürlich etwas anderes, wenn man Überstunden abfeiert und so mal den ein oder anderen Tag der Arbeit fernbleibt. In dieser Zeit kann man durchaus mal kleinere Büroarbeiten erledigen oder auch für den Chef erreichbar sein.

Aber wenn man im Urlaub seine Ruhe will, darf es in jedem Fall nicht sein, dass man seine Karriere gefährdet. Zumal es absolut im Interesse des Arbeitgebers sein sollte, erholte und zufriedene Mitarbeiter zu haben. Von daher muss es absolut in Ordnung sein, sich klar von seinen Kollegen in die Ferien zu verabschieden. Dabei wird betont, dass man nun nicht mehr erreichbar ist. Sinnvoll ist einen Abwesenheitsassistenten für das Mailpostfach zu aktivieren.

Und wie entspann ich nun möglichst schnell? Im Idealfall mit viel Bewegung und in dem man mal richtig runterfährt und auch alltägliche Dinge wie die Steuererklärung, den jährlichen Großputz oder Arztbesuche bleiben lässt. Um sich diesen Dingen zu entziehen, muss man auch nicht weit wegfahren. Es reicht schon, im Wald zu spazieren oder sich mit einem Buch zurückzuziehen. Oder anderen Hobbies nachzugehen, für die man sich sonst eher keine Zeit nimmt.