In den letzten Jahrzehnten ist der Leistungsdruck in der Gesellschaft um ein Vielfaches angestiegen. Immer häufiger stellt sich deswegen die Frage, wie man Beruf und Privatleben am besten unter einen Hut bekommt. Eine neue Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) möchte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Dafür wurden Ende 2016 etwa 2000 Angestellte, Beamte und Selbständige befragt.

Ermittelt wurde hierbei die Work-Life-Balance von Arbeitnehmern in unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen. Es ging nicht darum, ob die einzelnen Personen in Voll- oder Teilzeit beschäftigt waren. Sondern in wie weit sie sich ihre Arbeitszeiten selbst einteilen konnten.

Zum Zeitpunkt der Erhebung hatte circa die Hälfte der Arbeitnehmer und Selbständigen flexible Arbeitszeiten. Wiederum 72 Prozent davon waren in Gleitzeit beschäftigt. Was man nicht so oft antrifft, von Arbeitsnehmern aber gerne gewünscht ist: Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit. Nur 28 Prozent der Beschäftigten finden sich in einem solchen Modell.

Die Ergebnisse zeigen, dass fast zwei Drittel – genau gesagt 64 Prozent – der Berufstätigen mit flexiblen Arbeitszeiten Job und Privatleben sehr gut miteinander vereinbaren können. Bei Arbeitnehmern hingegen, die in Vollzeit mit starrem Zeitfenster beschäftigt sind, klappt das nur bei 45 Prozent. Aber auch bei Teilzeitkräften, die unflexible Zeiten haben zeigt sich eine ähnliche Quote: 47 Prozent geben an, Privatleben und Job nicht richtig arrangiert zu bekommen.

 

31.01.2018 | 421 Aufrufe