Vor, aber auch oft noch nach dem abgeschlossenen Studium stehen heutzutage viele da und fragen sich: und jetzt? Während die Schulzeit vorgeschrieben war und die Studienentscheidung vielleicht noch relativ leicht gefallen ist, steht man im Anschluss vor einem riesengroßen und buntem Arbeitsmarkt und muss sich entscheiden: das jetzt! Gar nicht mal so leicht. Dabei doch aber ungeheuer wichtig.

Einige entscheiden sich für den direkten Durchstart, stürzen sich ihrer Qualifikation entsprechend ins Arbeitsleben. Manche jedoch sind zögerlicher, haben Angst Nägel mit Köpfen zu machen und sich auf eine langfristige Karriere einzulassen. Lieber erst mal etwas unverbindlicher. Warum nicht ein paar Monate – oder Jahre – etwas Geld mit Nebenjobs verdienen, für die es gar keinen Abschluss braucht?

Die Antwort ist einfach

Weil es die langfristige Karriere bremst. Der erste Job nach dem Studium ist nämlich entscheidend, zeigt eine neue Studie. Wer direkt mit einer Tätigkeit startet, die dem Abschluss entspricht, rutscht selten in einen Bereich unterhalb der eigentlichen Qualifikation. 87 Prozent der US-amerikanischen Uni-Absolventen, die nach dem Studium mit einem den Qualifikationen entsprechenden Job ins Berufsleben einsteigen, sind auch noch nach fünf Jahre in einer entsprechenden Position.

Schlechtere Bilanz bei den Spätzündern

Wer jedoch erstmal überqualifiziert tätig wurde, ist auch oft fünf Jahre später noch überqualifiziert: die Wahrscheinlichkeit dafür liegt fünfmal höher als bei denjenigen, die sofort eine entsprechende Stelle gefunden haben. Und auch zehn Jahre später sind 75% dieser Beschäftigten immer noch nicht bessergestellt. Insbesondere Frauen sind häufig betroffen. Fast die Hälfte der Absolventinnen fängt in einem Job an, für den sie überqualifiziert ist. Bei den Männern sind es „nur“ 37 Prozent.

Übergang von Uni zum Arbeitsmarkt elementar

Es ist also nicht einfach nur eine kurze Phase, in der man sich noch einmal orientieren möchte. In den meisten Fällen ist diese vermeintlich banale Entscheidung für den Rest des Lebens gravierend. Warum denn auch das eigene Licht unter den Scheffel stellen? Wenn die Qualifikation da ist: nutzen! Es ist so wichtig für die komplette Karriere.