Es gibt viele Möglichkeiten, seine Familie mit dem Job zu vereinbaren. Es gibt Elternzeit, Teilzeit, Kind-krank-Tage… Aber irgendwie bleibt da immer der Beigeschmack des Karrierekillers. Wie kann es dann sein, dass ambitionierte Arbeitnehmer trotz Karriere noch Kinder bekommen? Wenn vielleicht auch manchmal schwierig, ist dies mit genug Motivation und Ambition möglich!

Wer Karriere machen möchte, büßt bei der Familie ein. Und umgekehrt. Oder nicht? In vielen Fällen kann dies tatsächlich passieren. Ursache sind dann oft Unsicherheit, Misskommunikation und fehlende Transparenz. Wer sich also auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben befindet, oder sogar schon oben angekommen ist, und dann eine Familie plant, sollte das Gegenteil beherzigen: deutliche Ansagen, selbstbewusstes Auftreten, Klarheit.

Zerbrochene Sprosse auf Karriereleiter?

Tatsächlich stellt eine festgestellte Schwangerschaft insbesondere für Frauen oft einen Karriereknick dar. Um dies zu verhindern sollte man eines ganz besonders beherzigen: Flucht nach vorn. Wie oben bereits angedeutet ist vor allem wichtig, die Vorgesetzten direkt ins Boot zu holen, gut zu planen und deutlich zu machen, wie man sich die nächste Zeit vorstellt. Durch Offenheit und gut gemanagte Erwartungshaltungen beider Seiten kann rechtzeitig der richtige Weg eingeschlagen werden.

Plan für nahe Zukunft erstellen

Wenn direkt Pläne für die nahe Zukunft aufgestellt und dem Arbeitgeber Lösungen präsentiert werden, nimmt dies oft schon mal den Schrecken des „Mein-Arbeitnehmer-geht-in-Elternzeit“. So sollte direkt geklärt sein, wer den Posten, bzw. die Tätigkeit übernehmen kann, wie Aufgaben umstrukturiert werden. Dann schrillen beim Arbeitgeber nicht gleich die Alarmglocken über unbesetzte Stellen und nicht erledigte Dinge. Der Arbeitnehmer signalisiert zudem Interesse, Selbständigkeit und den richtigen Willen. Wichtig ist aber auch, wirklich alle Karten auf den Tisch zu legen. Wer von vornherein ein Jahr Elternzeit nehmen möchte, sollte nicht zunächst nur drei Monate erwägen und dann aufstocken. Auch wenn kürzere Elternzeiten tatsächlich besser für die Karriere sind, nützt es weder unzufriedenen Eltern, noch enttäuschten Arbeitgebern an dieser Stelle unehrlich zu sein.

Präsenz und Willen zeigen

Von Vorteil ist auch, nicht vollends von der Bildfläche zu verschwinden. So bieten sich Mittagessen mit den Kollegen an oder die Teilnahme an der ein oder anderen Betriebsfeier. Auf diese Art gerät man nicht in Vergessenheit. Außerdem ist es gut, rechtzeitig ein Wiedereinstiegsgespräch zu führen. Dabei wird geklärt, wann und in welchem Maße eine Rückkehr in den alten Job realistisch ist. Auch private Möglichkeiten, das Kind zu versorgen, um so ein Teilzeitmodel zu fahren, sollten frühzeitig abgeklärt werden. Signalisiert man dem Arbeitgeber auf diese Art Interesse und Willen diese Hürde erfolgreich zu meistern, lassen sich Familie und Karriere gar nicht mal so unwahrscheinlich gut kombinieren.