Es tut sich so einiges in der Arbeitswelt. Dank Digitalisierung, Automatisierung und wandelnder Demographie müssen sich Unternehmen damit auseindersetzen, wie sich die Arbeitswelt der Zukunft organisiert. Eine Befragung von 103 Personalverantwortlichen zeigt, welche Kompetenzen in Zukunft geschätzt werden. An dieser Stelle sei direkt vorweg genommen, dass die typisch deutschen Tugenden wie Fleiß, Pünktlichkeit und fehlerfreies Arbeiten nicht dazu gehören.

 

In den Top 5 der wichtigsten Zukunftskompetenzen wurden genannt:

Rang           

Kompetenz

1

Veränderungsbereitschaft (85,7% )

2

Fähigkeit, mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten (68,8% )

3

Querdenken (67,5% )

4

Geistige/mentale Flexibilität (61,0% )

5

Interkulturelle Kompetenz (59,7% )

Alle fünf spiegeln ziemlich gut den aktuellen Trend der Veränderung in der Wirtschaft wider. Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass das deutsche Bildungssystem nach wie vor die bereits angesprochenen deutschen Tugenden fördert und so potentielle Bewerber den Erwartungen der Unternehmen möglicherweise nicht gerecht werden können.

Was also tun, um den geforderten Kompetenzen näher zu kommen?

Veränderungsbereitschaft: Die gute Nachricht direkt vorweg: jeder von uns ist in der Lage in irgendeiner Form Veränderungsbereitschaft zu zeigen. Sonst wäre die Menschheit wahrscheinlich auch schon ausgestorben. Wichtig ist hierbei, dass die Veränderungsbereitschaft von dir selbst ausgeht. Ist sie forciert führt das im ungünstigsten Fall zu Stress. Um das „Offen für Neues sein“ zu lernen, sollte man sich viele kleine Herausforderungen suchen und sich ihnen stellen. Frei nach dem Motto: Leben beginnt dort, wo deine Comfortzone endet.

Kooperationsbereitschaft, oder auch „Wie komme ich mit unterschiedlichen Menschen klar?“ ist deshalb besonders wichtig, weil die meisten Herausforderungen am besten oder ausschließlich im Team zu lösen sind. Auch hier wieder der Seitenwink auf unsere Vorfahren: es konnte nur überleben, wer sich in Gruppen kompromissbereit zusammenschloss. Teamplayer sein war und ist das A und O. Geschult wird dies – oh Wunder – am besten, wenn ihr euch Gruppen anschließt. Sei es nun beim Sport, beim Reisen oder zum Lernen.

Querdenker mögen in der Menschheitsgeschichte oft eher verpönt gewesen sein. Allerdings haben sie uns erst richtig weit gebracht, mit ihrer Art, Dinge zu hinterfragen, anzuzweifeln und anders anzugehen. Genau das ist es ja auch, was den Menschen vom Computer unterscheidet. Standardisierte Wege können diese schon analysieren und einschlagen. Wichtig ist aber, um die Ecke zu denken. Bewahre dir also deine Neugier und Kreativität und sei auch mal so mutig, einen ungewöhnlichen Schritt zu tun, um so mental flexibel zu bleiben.

In Zeiten der Globalisierung, wo die Welt an einem Tisch zusammen kommt, ist es entscheidend interkulturelle Kompetenz an den Tag zu legen. Dazu zählen gewiss Fremdsprachenkenntnisse, Auslandserfahrung. Neugierde auf Neues und keine Berührungsängste zu haben. Um sich in diesem Skill zu verbessern bedarf es (wenn man so will) gar nicht mal so viel Anstrengung. Das einfache Zauberwort ist: verreise. Pack deinen Koffer und suche dir ungewöhnliche Ziele. Entdecke neue Kulturen, lerne fremde Sprachen und bereise aufregende Länder.