Früher gab es weit weniger Studiengänge, vieles wurde nur allgemein gelehrt oder man trat einfach in die beruflichen Fußstapfen der Eltern. Der Arbeitshorizont war damit viel kleiner und in geraden Bahnen gelenkt. Heute sieht es etwas anders aus. Studierende müssen aus einer Vielzahl exotischer Fachrichtungen und Arbeitsfelder wählen, die Studienzeiten haben sich durch das Bachelor-Master-System verkürzt. Umso wichtiger ist es, sich durch Praktika zu orientieren.

Studiengänge gibt es viele. Berufsmöglichkeiten noch mehr. Um sich in dieser Flut von Tätigkeitsfeldern zurechtzufinden, ist es wichtig, sich schon rechtzeitig zu orientieren. Am besten eignen sich dazu Praktika. Nicht nur während des Studiums, sondern auch schon vorher kann es sinnvoll sein, in verschiedene Zweige hineinzuschnuppern. Damit lässt sich schon frühzeitig entscheiden, welchen Weg man einschlagen möchte. Hat man sich dann für eine berufliche Richtung entschieden und das Studium aufgenommen, sind weitere Praktika ratsam. Denn nur das an der Universität theoretisch gelernte bringt einen nicht weit.

Praktische Erfahrung ist unverzichtbar

Nicht nur, damit etwas im Lebenslauf steht, ist es wichtig mindestens ein Praktikum zu absolvieren. Das dort Gelernte hilft einem in jeder Hinsicht und ist absolut unverzichtbar für die Karriere. Nicht nur die wertvolle praktische Erfahrung, sondern auch die geknüpften Kontakte können für die Zukunft hilfreich sein. Wer schon mal einen Draht in die Branche hat, schafft damit gegebenenfalls eine Übernahme nach dem Studium. Bitterer Beigeschmack ist leider oft, dass Praktika nur gering oder gar nicht vergütet sind. Dennoch lohnt sich der Aufwand!

Wo findet sich ein geeigneter Praktikumsplatz?

Um sich einen Praktikumsplatz in einem interessanten Unternehmen zu sichern, sollte man sich frühzeitig bewerben. Tatsächlich empfehlen manche Karriereberater sich bereits ein Jahr im Vorfeld darum zu kümmern. Auf den Unternehmen-Websites oder bekannten Jobportalen werden solche Stellen in der Regel ausgeschrieben. Eine weitere Möglichkeit bieten Job- und Karrieremessen. Der Vorteil dabei ist, dass man in persönlichen Kontakt mit potentiellen Arbeitsgebern tritt. Es empfiehlt sich, einen Flyer mit einem Kurzprofil zu überreichen und im Gegenzug Visitenkarten von Ansprechpartnern zu erbeten. So kann man nach einiger Zeit noch mal nachfragen und hat gute Chancen, im Gedächtnis geblieben zu sein.

Freiwillige Praktika haben höheren Stellenwert.

In vielen Studiengängen sind Pflichtpraktika inzwischen die Regel. Darüber hinaus macht es jedoch auch Sinn, freiwillige Praktika zu absolvieren. Da dies echtes Interesse bekundet, haben sie einen höheren Stellenwert als ihre vorgegebenen Artgenossen. Als Zeitraum bieten sich dafür die Semesterferien oder ein ganzes Praxissemester an. Länger als sechs Monate sollte ein Praktikum jedoch nicht dauern.