Natürlich ist man nervös. Da hat man zwar die ersten Hürden überwunden, Bewerbungen geschrieben, sich vorgestellt, womöglich gegen andere Bewerber durchgesetzt. Aber dann kommt da der erste Arbeitstag. Wie ist mein Arbeitsplatz? Wie sind die neuen Kollegen? Wie laufen die Prozesse? Finde ich meinen Platz in einem eingespielten Team? Die ersten Tage im neuen Job bieten viele Stolpersteine, die es zu bewältigen gilt. Aber wie verhalte ich mich an meinem ersten Tag richtig?

Man weiß von Begegnungen mit anderen, dass es sehr sympathisch ist, wenn jemand authentisch auftritt. Dementsprechend sollte man dies für sich selbst berücksichtigen. Sei einfach du selbst, verbiege dich nicht. Wer versucht sich besser oder zumindest einmal anders darzustellen wirkt schnell verklemmt, nervös oder im schlimmsten Fall überheblich. Sich als etwas Besseres oder Alleskönner zu präsentieren ist auch nicht besonders vorteilhaft. Hinzu kommt, dass insbesondere Bachelorabsolventen oft viel jünger sind als alteingesessene Mitarbeiter. Auch wenn man den Kollegen fachlich und formell überstellt sein sollte, ist es nicht von Vorteil direkt den Chef zu markieren.

Und auch wenn das genaue Gegenteil eintritt und man tatsächlich überhaupt keine Idee von Abläufen oder Inhalten halt: nachfragen und Unwissenheit zugeben. Lieber einmal zu viel nachgefragt, als kopflos irgendetwas zu tun, was sich anschließend als falsch erweist. Es ist nie schlimm, etwas nicht zu können oder nicht zu wissen. Die Offenlegung dieser Unwissenheit beziehungsweise dieser vermeintlichen Schwäche wandelt sich aufgrund der Frage eher zu einer Stärke, zeigt es doch ein Interesse an der Arbeit.

Ebenfalls wichtig ist eine gewisse Empathie an den Tag zu legen. Egal wie fachlich qualifiziert man die Uni verlässt, Softskills wie ein gewisses Feingefühl für Mitmenschen und Situationen sollten vorhanden sein. Wer aufmerksam zu hört, interessiert ist und taktvoll handelt, verdient sich seinen Respekt schnell.

So schwer ist es also gar nicht, den ersten Arbeitstag oder die ersten Wochen hinter sich zu bringen. Wer offen und interessiert ist, Fragen stellt, sich authentisch gibt und so verhält, wie er es sich von "dem Neuen" wünschen würde, hat doch eigentlich schon gewonnen.