Bestattungsfachkraft (vollständig)

Bestattungsfachkraft (Auszubildender)

Ein Bestatter hat man mehr zu leisten, als sich um das Transportieren der Toten zu kümmern. Der Beruf ist voller Vielfalt, sodass es für diesen seit noch nicht allzu langer Zeit eine eigene Ausbildung mit anerkanntem Abschluss gibt. Es gibt viele Menschen, die mit dem Tod nicht in Berührung kommen wollen und für die dieser Job nicht die geringste Alternative wäre. Der hier von sich preisgebende Bestatter ist jedoch mit vollem Herz dabei und zeigt, warum ihn die Arbeit so anspricht.

Er ist 28 Jahre jung und seit zweieinhalb Jahren in diesem Beruf tätig. Das Gespräch findet in Beratungsräumen des Bestattungsunternehmens statt. Es ist ruhig. Die Ruhe täuscht aber. Kurz zuvor war wegen unvorhergesehener Todesfälle noch viel zu tun, weswegen das ursprüngliche Interview verschoben werden musste.

  • 07.07.2011, 01:31 von Admin,
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Einkaufswagenschieber (vollständig)

Wagenschieber

Eine große Zahl der Menschen kann ihr Hobby nicht zum Beruf machen. Dieser Wagenschieber eines Einkaufszentrums würde zwar viel lieber als Pantomime arbeiten, hätte dann aber kein Auskommen und entschloss sich nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit daher, für den, wenn auch einfachen, „Brotberuf" des Wagenschiebers. Er erzählt von den Heinzelmännchen des Einkaufszentrums, die niemand kennt, aber jeder braucht, von Ein­kaufswagen und seinem Traum, eventuell doch noch eines Tages in die Manege zu wechseln.

Er ist Ende dreißig, ledig und hat ein Kind, das bei seiner früheren Partnerin wohnt. Ursprünglich arbeitete er als Stahlbetonbauer. Es ist mit 37,5 °C ein heißer Sommerabend. Das Gespräch findet nach seiner Arbeit un­weit von seinem Arbeitsort, ein mehrstöckiger Parkplatz eines Einkaufs­zentrums, entfernt statt. Er hat eine Pfeife im Mund, Kopfhörer um den Hals, trägt eine Kappe und ist eine große, imposante Gestalt - kaum zu übersehen.

 

  • 25.02.2011, 18:12 von Admin,
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Politesse (vollständig)

Gemeindevollzugsbeamtin („Politesse")

Der Name „Gemeindevollzugsbeamter" lässt so manche an Beschäftigte in Gefängnissen denken. Jedoch dreht sich dieser Beruf um Tätigkeiten, die Ordnungswidrigkeiten im örtlichen Umfeld betreffen. Kurzum: Falschparken. Der Beruf ist besser bekannt unter dem Begriff Politesse, sodass sich die hier berichtende Gemeindevollzugsbeamtin schmunzelnd auch so nennt, was, wie sie sagt, „in der Bevölkerung einfach leichter verstanden wird". Weil es ein Beruf ist, der nicht immer leicht ist, hilft ihr sehr der starke Zusammenhalt unter den Kollegen.

Die Interviewte kommt aus der ehemaligen DDR, zog bereits vor der Maueröffnung nach Westdeutschland und ist eigentlich gelernte Bürokauffrau. Sie übt diesen Beruf bereits seit fünfzehn Jahren aus.

  • 28.11.2010, 22:45 von Admin,
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Leiter einer eigenen Nachhilfeschule

Leiter einer eigenen Nachilfeschule

Viele Nachhilfelehrer entscheiden sich nicht freiwillig für diesen Beruf, sondern werden aufgrund fehlender Lehrerstellen an den staatlichen Schulen dazu verdammt, freiberuflich in privaten Nachhilfeinstituten zu arbeiten. Aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage für Lehrer und den geringen Aussichten auf eine Verbeamtung hatte sich auch dieser examinierte Lehrer selbstständig gemacht. Nun, da er nicht mehr freiberuflich oder als Angestellter für andere arbeitet, hat er dies schätzen gelernt und füllt mit seinem Angebot eine Lücke im deutschen Schulsystem. Er erzählt von seinen Wettbewerbsvorteilen, dem französischen Schulsystem und Schulproblemen, die Eltern allein durch eine veränderte innere Einstellung und Kommunikation verhindern könnten.


Er arbeitet mittlerweile seit elf Jahren in der Nachhilfe, ist Anfang vierzig, verheiratet und hat ein Kind. Sein Tag ist durch die eigenen Kurse sowie durch die Leitung der Schule und Organisation der bei ihm beschäftigten Lehrer sehr ausgefüllt. Das Gespräch findet abends statt, während seine Frau gerade im Yogakurs neue Kraft schöpft. Gerade erst brachte er seine kleine Tochter zum Schlafen und hat nun ein wenig freie Zeit.

  • 24.04.2010, 00:03 von Admin,
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Musiker

Musiker

Wie viel Wahrheit steckt hinter dem Klischee „Sex, Drugs and Rock'n'Roll"? Dieser Schlagzeuger erzählt, dass vieles davon wahr ist. Er berichtet von Auftritten, Bands, Frauen und dem unrealistischen Bild des Superstars. Desweiteren sinniert er über die Arbeitsbedingungen in seinem Beruf als Freiberufler und vergleicht seinen Job mit einem Leben als Angestellter, das für ihn keinesfalls in Frage käme. Er schätzt die Freiheit, seinen Beruf selbst zu gestalten, stellt jedoch auch fest, dass dies regelmäßig zu Existenzängsten führen kann.

Dieser Musiker ist Ende dreißig, ledig und hat einen Sohn, der bei dessen Mutter lebt. Das Gespräch findet nach einer Unterrichtsstunde im Übungsraum einer Musikschule statt, für die er freiberuflich arbeitet. Er hat mittellange Haare, ist schlank, leger gekleidet und macht einen ruhigen, gelassenen Eindruck.

  • 09.04.2010, 12:15 von Admin,
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Künstler

Künstler

Künstler als Berufung - das ist keine außergewöhnliche Erkenntnis. Doch als freischaffender Maler arbeiten und damit genug für seinen Lebensunterhalt verdienen? Was nur wenigen vorbehalten zu sein scheint, ist diesem Maler gelungen, wenngleich das Thema Finanzen noch immer regelmäßig viel Nerven abverlangt. Zwar erkannte er seine Begabung erst spät, richtet aber seit dem Tag der Entscheidung alle Energie in das künstlerische Schaffen. Er beschreibt hier, was es benötigt, sich als Künstler zu etablieren und wie der Schaffensprozess bei ihm aussieht beziehungsweise welche Rahmenbedingungen ein gutes Gelingen unterstützen.

Er ist Anfang fünfzig, ledig ohne Kinder und bereits seit dreißig Jahren in diesem Beruf. Das Gespräch findet abends in einem Atelier mit zwei großen Räumen im Hinterhof einer Kleinstadt statt. An der Seite des einen Raums stehen unzählige Bilder der unterschiedlichsten Formate und im Hintergrund läuft Musik seines Lieblingsmusikers Bob Dylan. Kreativität liegt in der Luft.

  • 09.04.2010, 11:50 von Admin,
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Floristin

Floristin

Ist die zentrale Qualifikation für den Beruf der Floristin Kreativität? Das ist, wie diese Floristin erläutert, zwar eine Kernqualifikation, aber keineswegs die einzige. Man arbeitete körperlich schwer, müsse gut rechnen und auch unter Zeitdruck sauber arbeiten können. Diese Floristin durchlief erst eine andere Ausbildung und kam durch den elterlichen Betrieb zu ihrem heutigen Beruf, was sie mittlerweile ganz und gar nicht bereut. Nun leitet sie einen eigenen floristischen Betrieb und erläutert neben der Beschreibung ihres Berufs auch Anforderungen an heutige Auszubildende.

Sie ist Mitte vierzig, verheiratet, ohne Kinder und arbeitet seit zwei­undzwanzig Jahren als Floristin. Das Gespräch findet in einem kleinen Büro statt, das hinter dem blumengeschmückten Ladenlokal und dessen Neben­zimmer, wo die Blumen zu Sträußen verarbeitet werden, liegt. An der Wand des Büros lehnen große Holzblumen, die eventuell für spätere Verzierungen im Laden oder bei Kundenveranstaltungen Verwendung finden werden.

  • 09.03.2010, 17:09 von Admin,
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Schönheitssalonbesitzerin

Schönheitssalonbesitzerin

Diese Besitzerin eines Schönheitssalons hat sich von klein auf ihr mittlerweile gut laufendes Geschäft aufgebaut. Indem sie in einer Branche, die an Wettbewerbern nur so strotzt, eine Nische ausfüllt. Ihre Arbeit richtet sich einerseits an Menschen, die nach einer schweren Krankheit eine kosmetische Wiederherstellung benötigen, andererseits aber auch an betuchtere Personenkreise, die sich beispielsweise beim Anti-Aging Hilfe ersuchen, um ihre jugendliche Frische so lange wie möglich erhalten zu können. Aus ihrer Sicht keinesfalls ein verwerflicher Gedanke, denn „auch ein Auto würde bei kleinen Kratzern oder Beulen in die Werkstatt gebracht". Allerdings erwarteten die Menschen oftmals zu viel von der Kosmetik und kämen erst dann, wenn nur noch aufwendige kosmetische Eingriffe weiterhelfen.

Die Salonbesitzerin ist Anfang fünfzig, geschieden, hat zwei Kinder und arbeitet in dieser Tätigkeit seit zwölf Jahren. Gesprächsort ist das geschmackvoll eingerichtete Vorzimmer eines in zentraler Lage gelegenen Salons. Die örtliche Nähe einerseits zur Einkaufspassage und andererseits zu Kliniken spiegelt die Geschäftsfelder Schönheit und Medizin wider. Das Gespräch findet bei einem Glas Rooibos-Tee, auf schönen Rattansesseln sitzend, statt.

  • 09.03.2010, 16:49 von Admin,
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Mediatorin

Mediatorin

Mediation ist ein standardisiertes Verfahren zur Lösung eines Streits und kann selbst dann noch Erfolg bringen, wenn Konfliktparteien (Medianten) schon so zerstritten sind, dass sie es nicht mehr schaffen, direkt miteinander zu reden. Das Verfahren wird immer populärer. Es bedarf einer eigenen Ausbildung, um auch bei komplexen Konflikten helfen zu können.

Diese Mediatorin und Rechtsanwältin für Familienrecht ist Ende fünfzig, verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist eine der Pioniere der deutschen Mediationsbewegung in Deutschland und erhielt für Ihre Arbeit eine Auszeichnung. In gleichen Räumlichkeiten hat sie eine Rechtsanwaltskanzlei und die Mediationspraxis. Sie verbreitet das Mediationsverfahren durch eigene Schulungen beziehungsweise Ausbildungen. In dem Interview erzählt sie von den Möglichkeiten und Erfahrungen bei Mediationen zu helfen sowie von dem eigenen Anspruch, dies mit hoher Qualität zu tun. Sie gibt zudem einen Ausblick auf die Zukunft der Mediation in Deutschland.

  • 09.03.2010, 16:34 von Admin,
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Immobilienmakler

Immobilienmakler

Immobilienmakler vermitteln zwischen Verkäufern und Käufern eines Grundstücks oder Gebäudes beziehungsweise zwischen Vermieter und Mieter. Das erfordert Idealerweise ein breites Fachwissen, um den Wert von Immobilien sicher beurteilen zu können. Laut dieses Immobilienmaklers ist aber genau das ein Punkt, der seinem Berufsstand oft ein schlechtes Image beschert. Er berichtet von Immobilien, Provisionen, Verträgen, Arbeitsalltag und seiner Motivation zu arbeiten.

Der Makler ist Ende fünfzig und hat sich neben der reinen Vermittlung auf den Bereich Immobilienberatung spezialisiert. Das Gespräch findet in seinem Büro statt, das in bester Lage gelegen ist und einen schönen Blick auf Stadt, Erholungsflächen sowie umgebender Natur bietet. Die Einrichtung des Zimmers ist robust, an einer Seite des Raumes steht eine Pendeluhr, in den Regalen befindet sich christliche Literatur.

  • 08.03.2010, 23:48 von Admin,
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Feuerwehrmann

Feuerwehrmann

Der Beruf des Feuerwehrmanns gehört, neben dem Lokomotivführer, zu den Evergreens unter den Kindheitsträumen. Der hier mitteilende Feuerwehrmann übt seinen Beruf mit einer so großen Leidenschaft aus, dass er sogar parallel bei der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehr arbeitet. Es motiviert ihn, mit seinem Beruf Menschen helfen zu können, was er als einen großen Vorzug im Vergleich zu anderen Berufen, in denen er keinen direkten Nutzen für andere erkennen kann, betrachtet. Jedoch zeigt er auch, dass sich all jene, die von einer hauptberuflichen Tätigkeit bei der Feuerwehr träumen, nur wenig Hoffnung machen können: In der heutigen Zeit könne sich die Berufsfeuerwehr unter der Fülle an Bewerbern die Rosinen herauspicken, weshalb nur Multitalente Chancen auf eine feste Anstellung haben.


Dieser Feuerwehrmann ist Ende fünfzig, verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet seit achtunddreißig Jahren in diesem Beruf und wird nach zwanzig Jahren Berufsfeuerwehr in zwei Jahren pensioniert. Das Gespräch findet an seinem zweiten Arbeitsplatz, im Büro der freiwilligen Feuerwehr statt, das sich direkt über der Fuhrparkhalle der Einsatzfahrzeuge befindet.

  • 04.03.2010, 00:34 von Admin,
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Praktikantin

Praktika stellen für die Berufsfindung eine gewinnbringende Möglichkeit dar, weil sie hautnah Einblicke in ausgewählte Berufe geben. Sie ermöglichen es, die eigenen persönlichen und fachlichen Fähigkeiten auf einen bestimmten Beruf hin zu testen, die Branche oder ein spezifisches Unternehmen kennenzulernen und auch ein bereits vorhandenes fachliches Wissen mit praktischer Erfahrung anzureichern. Hört man sich unter den Traumberufen junger Menschen um, so findet sich in dieser Liste oft auch die Arbeit beim Fernsehen. Diese Studentin erzählt, dass der Weg dorthin viel Durchhaltevermögen abverlange und man Volontariate wie die Nadel im Heuhaufen suchen müsse. Hunderte Praktikanten hofften auf eine einzige Volontariatsstelle und Fernsehsender nützten diese Befürchtungen der Praktikanten aus, um sie als kostenlosen Ersatz für teure Kameraleute und Organisationskräfte auszubeuten. Dennoch hält sie viel von Praktika, bereut ihre Entscheidung nicht und kann diese Art der vorübergehenden Be­schäftigung sehr empfehlen.

Sie ist Mitte zwanzig, ledig und derzeit im achten Semester des Studiengangs Übersetzen (Englisch und Spanisch, Ergänzungsfach Wirtschaft).

  • 01.02.2010, 23:56 von Admin,
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Schulleiter

Ein Schulleiter repräsentiert neben seiner vielfältigen Führungsfunktion auch die Schule nach außen. Ganz nebenbei gibt er meist noch selbst Unterricht. Dieser Schulleiter eines beruflichen Schulzentrums hat sich bewusst für die Fülle an Aufgaben entschieden, da sie ihm viel Kreativität und Freiheit biete. Er spricht von seinen Aufgabenbereichen, gesell­schaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Schule an. Des Weiteren erzählt er, warum er von den vielen neuen Medien in der Schule nicht viel hält und wie Motivation, eigenständiges Denken sowie das Erarbeiten von Lernstoff aus seiner Sicht verbessert werden könnten.

Er ist Ende fünfzig, verheiratet, hat zwei Kinder und ist seit vierzig Jahren als Lehrer tätig. Es ist die letzte Woche der Sommerferien, daher ist die Schule während des Gesprächs noch weitgehend menschenleer. Es herrscht Ruhe - nur im Sekretariat und im Lehrerzimmer herrscht bereits Hochbetrieb. Weil der Schulleiter bei allen organisatorischen Vorbe­reitungen auf das kommende Schuljahr für eine wichtige Rolle spielt, wird das Gespräch laufend von Anrufen unterbrochen.

  • 01.02.2010, 23:48 von Admin,
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Hausfrau und Unternehmerin

Diese Hausfrau hat neben ihrem Vollzeit-Job, der Erziehung ihrer Kinder, zugleich stets ihrem Ehemann bei der Buchhaltung seiner Firma geholfen und darüber hinaus selbst ein kleines Gewerbe mit einer eigenen, patentierten Erfindung gegründet. Inspiriert durch ein stinkendes Kirschkern-Kissen suchte sie Zutaten für neuartige Kissen und hat mittlerweile sowohl in Deutschland, als auch in Amerika einen Absatzmarkt gefunden. Sie erzählt hier von Ihrer Ausbildung, der Arbeit im Unternehmen ihres Mannes und über ihr eigenes Gewerbes. Speziell geht sie noch auf interkulturelle Unterschiede beim Vertrieb Ihrer Produkte ein.

Sie ist Mitte vierzig, verheiratet und hat fünf Kinder. Das Gespräch findet bei ihr Zuhause statt. In der Wohnung ist kaum zu übersehen, dass ihr Mann Schreiner ist, da alles, was aus Holz gefertigt werden kann, dort selbst ge­schreinert wurde: Tisch, Stühle, Einbauschränke, Küche etc.

  • 01.02.2010, 23:28 von Admin,
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Key-Account Manager Textilindustrie

Die Modebranche arbeitet am Puls der Zeit - ja, teilweise bestimmt sie den Pulsschlag sogar mit. Um dabei erfolgreich zu sein, ist es notwendig, sich ändernde Kundenwünsche beziehungsweise das Gefühlsleben der Konsumenten so zeitnah wie nur möglich zu erfassen. Zweimal jährlich wechselt die Kollektion - bei manchen Modehäusern sogar mehrmals im Jahr. Dieser Vertriebsmanager aus der Textilbranche weiß zu berichten, dass man sich niemals auf einem bestimmten Produkt ausruhen kann, da es bereits wenige Monate später aus der Mode gekommen ist. Für ihn stellt aber genau dieser Aspekt das Spannende und Aufregende am Beruf dar. Hier gibt er unterschiedliche Einblicke in die Textilbranche und den Vertrieb.

Er ist Ende fünfzig, verheiratet und hat ein Kind. Seit nunmehr zweiundzwanzig Jahren ist er bereits in seinem heutigen Beruf tätig. Nach der Ausbildung konnte er sein Branchenwissen stetig ausbauen und wertvolle Erfahrung hinzugewinnen, die es ihm schließlich ermöglichten, in seinen heutigen Traumjob zu gelangen.

  • 01.02.2010, 20:07 von Admin,
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Fast-Food Restaurantmanager

Fast-Food hat gemeinhin keinen guten Ruf in der Gesellschaft. Dass aber die Systemgastronomie auch viele Vorteile mit sich bringt, berichtet dieser ehemalige Restaurantleiter einer großen Fast-Food-Kette. Zwar interessiere er sich mittlerweile für einen ganz anderen Beruf und bilde sich seit einiger Zeit dafür weiter, sei aber noch jetzt der Branche dankbar, die ihm damals, als er wegen der Geburt seiner Tochter schnell Geld verdienen musste, die Chance gab, einzusteigen. Obwohl er damals jung war, habe er jederzeit die gleichen Möglichkeiten wie alle anderen Mitarbeiter offen gehabt, sich innerhalb der Restaurant-Kette beruflich weiterzuentwickeln. Im Laufe der Zeit arbeitete er sich die Firmenhierarchie bis hin zum Restaurantmanager hoch. Hier erzählt er von seinen Tätigkeiten, seinem Tagesablauf, der Organisation von Fast-Food-Restaurants und auf was Neulinge in dieser Branche vorbereitet sein sollten. Darüber hinaus geht er auf den Umgang mit Kunden, über Wettbewerber und Vorurteile, die bei vielen Menschen in Bezug auf die Fast-Food-Industrie vorhanden sind, ein.

Er ist Mitte dreißig, hat ein Kind, ist ledig und arbeitet seit fünfzehn Jahren für ein und dieselbe Fast-Food-Kette. Im Moment ist er dabei, diese Arbeit hinter sich zu lassen. Dafür absolviert er eine Psychotherapie-Ausbildung und bereitet sich auf die mündliche Heilpraktikerprüfung vor.

  • 01.02.2010, 19:45 von Admin,
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Physiotherapeutin

Physiotherapeutin

In der Krankengymnastik wird im wahrsten Sinne des Wortes „am" Menschen gearbeitet. Diese selbständige Physiotherapeutin erzählt von dem Verhältnis zu Ärzten, Verdienstmöglichkeiten, den Grenzen der Behand¬lungsmöglichkeiten, der Selbstverantwortung von Patienten und den An¬forderungen, die dieser Job mit sich bringt. Der Beruf macht ihr nicht zuletzt wegen der mannigfaltigen Entwicklungsmöglichkeiten und der täglichen Erfahrung, Menschen durch den eigenen Beruf glücklicher machen zu können, insgesamt Spaß. Es scheint, als habe sie ihren Wunschberuf gefunden, nachdem Sie im Anschluss an ihr Abitur das Berufsleben zuallererst im Theater begann.

Sie ist Anfang vierzig, ledig ohne Kinder. Ihr zierlicher Körperbau deutet auf den ersten Blick nicht auf einen Beruf hin, der auch hin- und wieder ein kräftiges Anpacken bei beispielsweise Massagen erfordert.

  • 21.12.2009, 00:33 von Admin,
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Autohändler (vollständig)

Autohändler

Um als Autohändler auf dem Markt zu agieren, braucht man ein dickes Fell. Schwankende Absätze und drohende Konkurrenz im Internet setzen dem Geschäft schwer zu. Diese beiden Autohändler haben sich über die Jahre einen kleinen Autoverkaufsplatz aufgebaut. Sie arbeiten zusammen und teilen sich Grundstück und Miete - ihre Zufriedenheit mit dem Job unterscheidet sich aber in mancher Hinsicht.

Der Verkaufsplatz ist ein einfach gehalten und neben einer befahrenen Straße gelegen. Auf dem Platz steht eine Vielzahl gebrauchter Autos. In der Mitte ein Baucontainer, in dem eine geordnete Unordnung herrscht. Ich setze mich auf einen halb defekten Stuhl. Trotz des vermeintlichen Chaos, wirkt der Innenraum einladend und sympathisch. Es ist ein heißer, sonniger Tag am frühen Mittag. Der eine Autohändler, hier zur leichteren Unterscheidung Autohändler 1 genannt, ist deutscher Herkunft, trägt eine kurze Hose, T-Shirt und erzählt vor dem Interview von seinem Fischfang (Hecht) am vorherigen Tag. Der andere Autohändler, hier Autohändler 2 genannt, ist türkischer Abstammung, spricht mit etwas Akzent und trägt Jeans in Kombination mit einem Muscleshirt.

  • 18.12.2009, 11:58 von Admin,
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Gymnasiallehrerin

Gymnasiallehrerin

Diese Gymnasiallehrerin arbeitet an einer Gesamtschule und hat auf diese Weise einen Überblick über die unterschiedlichen Ausprägungen der verschiedenen Schulformen gewinnen können und legt hier dar, dass sie froh sei, eine Stelle an einem Gymnasium zu haben. Ihr macht die Arbeit eine Menge Spaß, was nicht zuletzt darin begründet ist, dass sie schon als Kind Lehrerin werden wollte und von ihren Eltern, die ebenfalls beide in diesem Beruf arbeiten, vorgeprägt wurde.

Sie arbeitet bereits seit fünf Jahren als Lehrerin, ist Anfang dreißig, ledig und hat eine neun-Monate junge Tochter, die während des Gesprächs in der eigenen Wohnung immer wieder und unermüdlich Aufmerksamkeit von ihrer Mutter ergattern möchte.

  • 18.12.2009, 11:40 von Admin,
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Grundschullehrerin

Grundschullehrerin

Als angehender Lehrer gilt es, sich grundsätzlich zu entscheiden, welche Schulform und damit auch welche Schüler später für einen das geeignete Arbeitsumfeld sind. Der Beruf der Grundschullehrerin kann durch die Arbeit mit Kindern Erfüllung bringen, birgt jedoch auch viele pädagogische Herausforderungen mit sich. Diese Grundschullehrerin hat sich an der pädagogischen Hochschule für das Studienfach Grund- und Hauptschule entschieden und sammelte sowohl an der Grundschule wie auch an der Hauptschule Berufserfahrung, über die sie hier berichtet. Sie ist mit ihrem Beruf völlig zufrieden, obwohl sie lange benötigte, um sich dauerhaft auf diesen Beruf einzulassen. Probleme im Schulalltag aufgrund verändernder Jugendkultur, interkultureller Herausforderungen und allgemeiner Belastungen, die der Beruf mit sich bringt, können sie nun aber nicht mehr von ihrer Freude am Beruf abbringen.

Sie ist Mitte dreißig, ledig und hat zwei Kinder, die selbst, wenn auch in umgekehrter Rolle, auf eine Grundschule gehen.

  • 18.12.2009, 11:06 von Admin,
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