Opernchorsänger

Selbst in einer Oper singen? Was sind es für Menschen, die mit vollem Organ auf der Bühne den Bann des Publikums auf sich ziehen? Ist es vergleichbar mit einem Hobby oder Schwerstarbeit? Dieser interviewte Solist ist von der Oper verzaubert und der Wunsch, sich dort beruflich zu verwirklichen, reifte bereits in der Jugend. Bürgerkrieg und mangelnde Karriereaussichten in seinem Heimatland Georgien brachten ihn nach Deutschland an eine Staatsoper.

Er ist Mitte dreißig, mit einer Pianistin verheiratet und hat ein Kind. Das Interview findet im Theater statt. Wir treffen uns vor dem Gebäude und gehen durch den Künstlereingang. Wir schreiten vorbei an etlichen Umkleidekabinen und Vorbereitungsräumen (der Dirigent hat ein eigenes Zimmer für sich). Wir machen einen kleinen Schlenker auf die Bühne und auch dahinter, wo es fast so viel Platz gibt wie im Zuschauerbereich. Einen Blick nach oben geworfen sieht man mehrere Etagen, an denen etliche Seilstränge zur Verfügung stehen, um Bühnengegenstände festzumachen beziehungsweise zu bedienen. Das Interview findet in einem kleinen, unauffälligen Raum statt, in dem neben einem Tisch, Stuhl und Sofa auch ein Klavier steht. Es dient im Alltag zum Warmmachen der Künstler.

 

Der Beruf des Opernsängers war eine rein zufällige Entscheidung. Ich mochte die Kunst schon immer, ob Malerei, Singen oder andere Musik. Die Künste stellten mein Hobby dar, wohingegen mich Dinge wie Mathematik nie ansprachen. Zuerst wollte ich Maler werden und bin daher auch in eine Malerschule gegangen. Dort habe ich angefangen zu zeichnen. Man war dort sehr zufrieden mit mir und habe fast sechs Jahre lang Kunst studiert, was für mich eine sehr interessante Zeit war. Eines Tages sah ich die großen Plakate der Opernfestspiele - da war ich etwa fünfzehn Jahre alt und habe mich sofort dafür interessiert. Ich ging also zu den Festspielen und der Klang des Orchesters auf der Bühne war der Wahnsinn. In der Chorbesetzung gab es eine wunderbare Sopranistin und einen tollen Tenor. Die Fähigkeit, in besonders hohen Tonlagen zu singen hat mich derart fasziniert, dass ich dies unbedingt auch machen wollte. Die Frage war nur, wie ich das machen sollte, da ich keine Stimmausbildung hatte. Mir war klar, dass es sehr schwer werden würde, den Anforderungen gerecht zu werden, aber ich sah es nicht als unmöglich an.

Nachdem die Festspiele beendet waren, war ich von dem Gesang verzaubert. Ich trat also in die Gesangsschule ein. Eines Tages kam ein Professor zu Besuch, ein sehr berühmter Mann und selbst Tenorsänger - ein wie ich empfinde, sehr kluger und intelligenter Mann. Er hat in einer Oper in Berlin gesungen und war dort auch für die Regie zuständig. Er wollte mit mir zusammenarbeiten und hat mich nach Berlin eingeladen. Dieser Mann war Italiener und sprach schlecht Deutsch, hat es aber geschafft, sich die deutsche Aussprache anzueignen. Ich habe mit ihm geübt und irgendwann klappte das Ariensingen mit einem Mal. Für mich war nun klar, dass ich Opernsänger werde und als ich es zu Hause erzählte, wollte man mir erst gar nicht glauben, dass dies ich dies so einfach könne. Man wollte mir noch einreden, dass es ein schwerer Beruf sei, aber ich wollte es unbedingt pro­bieren. Wenn man mit einer schönen Stimme begabt ist, dann muss man sie pflegen, und das kostet Zeit!

Als ich damals in das Zimmer dieses Professors kam, saß dort eine Jury. Ich war etwas überrascht, aber man beruhigte mich, dass dies für mich kein Problem darstelle und mich diese Jury einfach nur hören wolle. Manche Sänger haben schon zu Beginn ihrer Karriere eine phänomenale Stimme, die machen einfach den Mund auf und es funktioniert. Bei mir war das nicht so. Ich hatte eine schöne, aber normalgute Stimme. Stimmen sind zwar nicht immer von Anfang an gleich so kultiviert, aber ich glaube, dass jede Stimme von Natur aus eine bestimmte Kraft zum Verzaubern hat. Und wenn sie dann noch schön hoch und laut ist, dann ist sie geradezu mysteriös. Es fehlt bei den meisten Stimmen einfach der Feinschliff, aber man kann bestimmte Probleme mit genügend Arbeit irgendwann bewältigen. Mich nahmen sie dann schließlich, da ihnen meine Stimme gefiel. Ich möchte mein Volk jetzt nicht allzu sehr emporheben, aber es ist so, dass jeder dritte Georgier singt, meistens Volkslieder. Feiern oder Tanzen ohne Gesang ist bei uns un­vorstellbar. Es war von daher wohl kein Wunder, dass ich singen konnte.

Bürgerkrieg und Theater in Georgien

Ich habe, wie schon erwähnt, sechs Jahre lang in Tiflis studiert. In der Zeit hatte ich zweimal Grippe, die etwas länger andauerten. Darum musste ich auch mein Examen aufschieben und eine Auszeit nehmen. Zur der Zeit, als ich mit meinem Studium fertig war, ging gerade die Sowjetunion in die Brüche, es herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände und viele wollten das Land verlassen. Ich war nach meinem Studium zwei Jahre beim Theater. Georgien ist von der Größe her nicht mit Deutschland zu vergleichen; es ist vielleicht etwas größer als Bayern. Dort gibt es nur ein großes Theater und drei andere, die etwas kleiner sind. Zur dieser unruhigen Zeit waren die drei kleinen Theater geschlossen, da es auch an Elektrizität mangelte. Teilweise gab es nur zwei Stunden am Tag Strom - diese Zeit werde ich niemals vergessen.

Meine Mutter hat im Krieg ihre Arbeit verloren und mein Vater starb bereits kurz nach meiner Geburt durch einen Unfall. Daher entschied ich mich für den Opernchor. Es wäre aus Geldgründen nicht klug gewesen, ins Theater zu gehen und dort meine Karriere zu beginnen. Auch verdient ein Chorsänger mehr Geld als ein Solist. Das kommt daher, dass der Chorgesang stabiler und sicherer ist, denn nur wenige Solisten bekommen Angebote von einer Oper und der damit verbundene Stress machte die viele Vorarbeit eigentlich sinnlos. Es lohnte sich für mich also nicht, als Solist eine große Arbeit aufzunehmen und im Endeffekt nur wenig zu verdienen. Nach einer ge­wissen Zeit als Chorsänger zog ich zurück in meine Heimatstadt und ich blieb noch für weitere zwei Jahre dort, da auch sich die Zeiten mittlerweile etwas gebessert hatten.

Umzug nach Deutschland

Danach bin ich nach München gezogen, wo ich später, nach zwei Jahren Studium, auch meine Meisterklasse absolvierte. Ich hatte zunächst Probleme mit der Sprache, wollte aber unbedingt studieren, da ich das Gefühl hatte, dass mir sonst etwas fehlen würde. Ich glaube, dass die kultivierte Kunst wesentlich besser ist als eine solche, die nur von einer guten Stimme lebt. Daher interessierte ich mich für die Staatsoper in München. Dort hört man sehr schöne Stimmen von extraordinären Sängern. Da habe dann auch meine Frau kennengelernt; sie studierte an derselben Hochschule wie ich. Das war für mich eine gute Gelegenheit, Deutsch zu lernen (lacht) - sie ist eine gute und herzliche Frau. Nach zwei Jahren verbesserten sich meine Deutsch­kenntnisse allmählich, nachdem mich zu Beginn in Deutschland beim Vorsingen niemand verstand, was wirklich peinlich war.

Wenn man eine gute Stimme hat, spielt es keine Rolle, welcher Nationalität man angehört. Es gab viele Nationalitäten an diesem Staatstheater, darunter Amerikaner, Russen und Tschechen, und ich konnte viele von ihnen sogar allein an der Stimme unterscheiden: Koreaner beispielsweise haben eine kräftige und breite Stimme, während deutsche Stimmen einen recht kopfigen Klang haben. Wir Georgier neigen eher zur Bruststimme, was wir akzeptieren, aber kultivieren müssen. Wenn die Stimme höher wird, muss man ihr einen kopfigen Klang geben, was relativ schwer ist. Will man also im Gesang das hohe C erreichen, muss man bei dem Ton Fis oder G von Brust zur Kopfstimme wechseln, was einen gewissen Grad an Pro­fessionalität erfordert. Drückt man aber diese hohen Töne mit der Bruststimme heraus, dann geht das nicht lange gut.

Anforderungen an einen Opernsänger

Wer eine Karriere in dem Bereich des Operngesangs anstrebt, braucht nicht nur eine gute Stimme, sondern auch eine guten Kopf und natürlich Gesundheit. Es gibt für Opernsänger eine Liste mit elf Postulaten, darunter finden sich Qualitäten wie Gesundheit, Aussehen, starke Nerven, Aus­strahlung, lebendige Augen, usw. Nach der Liste zu urteilen hätte ich eigentlich aufhören müssen, aber da war es schon zu spät (lacht). OK, das war jetzt ein Scherz. Musik geht durch den ganzen Körper und darum ist zum Beispiel eine schlechte Gesundheit Gift.

Gesang muss reich an Gefühlen sein, und genau das ist es, was man in seiner Ausbildung lernen muss: Beispielsweise an den richtigen Stellen pianissimo zu singen, auch in hohen Lagen. Wenn etwas laut gesungen werden muss, dann soll es auf eine schöne Weise laut sein. Dafür braucht es den ent­sprechenden Willen einerseits und andererseits Verstand, um zu wissen, wie man bestimmte Anforderungen umsetzt. Gute italienische Sänger arbeiten auf genau diese Art und Weise und üben die entsprechenden Laut­stärken und Tonfarben ein. Ohne diese und andere Bedingungen, wie zum Beispiel richtige Phrasierung und lebendiges Singen, ist eine Karriere als Sänger nicht möglich.

Die Stimme eines Opernsängers muss so professionell sein, so dass sie jeden Tag gleich klingt. Wenn sie sich an verschiedenen Tagen anders verhält, heißt das, dass man kein professioneller Sänger ist. Wir Sänger benutzen unsere Kehle als Instrument, was genau unsere Arbeit und unser Ziel darstellt. Die Kehle und die Stimmbänder als Instrument zu benutzen erfordert viel Übung und regelmäßiges Einsingen. Ich kannte einen sehr guten Tenorsänger, der in einer Oper in Moskau gesungen hat. Er war von Natur aus Sänger, hatte eine wunderbare Stimme und war darüber hinaus menschlich gut zu ertragen. Er sagte mal, dass er Angst hätte, die Form seines Gesangs und seiner Stimme zu verlieren, weshalb er sich jeden Tag wenigstens eine halbe Stunde einsingt. Und das muss eigentlich jeder gute Sänger tun, zumindest eine viertel Stunde lang, um seine Stimme zu kontrollieren. Das macht einen selbst auch sicherer. Man darf nicht seine Stimme suchen müssen und in Unsicherheit verfallen, wie sie beim Gesang wohl klingen möge. Die Stimme muss wie ein Apparat funktionieren. Ich achte darauf, wie ich atme und dass ich beim Singen gerade stehe.

Für mich gibt es beim Gesang keine Unterschiede nach Stilrichtung, egal ob es sich um Pop, Rock oder Opern handelt. Jeder Stil kann in gleicher Weise ausdrucksstark und anspruchsvoll sein wie Opernmusik. Natürlich ist es schwer, eine Opernstimme entsprechend zu zügeln, aber Gesang im Allgemeinen ist immer etwas Schweres. Wenn ein Mensch mit so einem Talent geboren wurde, würde ich es als Gabe Gottes bezeichnen, die man pflegen muss.

Ruhe ist das Erfolgsrezept vor dem Auftritt

Manchmal ist das Leben für einen Solisten die Hölle. Für mich ist es egal, auf welcher Bühne ich auftrete, da wir Solisten gelernt haben, dass jede Bühne für einen Künstler heilig ist. Vor einem Auftritt dürfen wir keinen Alkohol trinken und müssen uns einen Tag vor dem Auftritt ausruhen, damit wir sicherer werden. Und das tut gut, muss ich sagen. Meine Stimme klingt dann auch besser und die Stimmbänder liegen so locker, dass sie auf die eigenen Anforderungen richtig reagieren. Angst vor dem Auftritt habe ich eigentlich nicht, aber Nervosität begleitet mich meist schon. Ich bin sogar der Ansicht, dass ein wenig Aufregung bei der Musik hilfreich ist. Es fördert die Lebendigkeit und Schönheit der Musik.

Die Stimmbänder sind sehr empfindlich. Als ich noch in Georgien studierte, habe ich sehr viel über die Physiologie der Stimmbänder gelernt. Wir haben unsere eigenen Stimmbänder mit einem kleinen Spiegel betrachtet. Wenn ich beispielsweise nervös bin und danach singen muss, funktioniert die Stimme zwar zunächst, aber nur kurzfristig und nach fünfzehn Minuten ist sie wieder weg. Daher sind Ruhe und ausreichend Schlaf besonders wichtig für einen Sänger. Wenn ich gut schlafe und keine schlechten Gefühle mich trüben, dann singe ich auch gut. Ich kenne eine Opernsängerin, die konnte eine traurige Liebesgeschichte und davon insbesondere die letzte Arie, bei der sich die Figur von ihrem Kind verabschiedet, so singen, dass ich eine Gänsehaut bekam! Ich wundere mich darüber, dass sie durch das Singen sogar das Weinen transportieren kann. Wenn ich weine, dann kann ich überhaupt nicht singen. Sie hat aber selber kein Kind, vielleicht kann sie es auch deswegen besonders gut darstellen, weil sie die entsprechenden Gefühle dabei nicht hat. Ein anderer mir bekannter Sänger hat einst ein Telegramm bekommen, dass seine Mutter verstorben war. Er musste danach auf die Bühne und eine berühmte Arie singen, in der es um Leidenschaften ging - also ein sehr trauriger Gesang. Er hat an diesem Tag derart emotional und leidenschaftlich gesungen, dass die Leute im Zuschauersaal darüber zu tiefst erstaunt und gerührt waren. Ich kann es manchmal sogar heraushören, ob jemand echte Trauer oder nur vorgespielte beim Singen empfindet.

Einschränkungen im Leben und Charaktere

Mein Beruf ist stark ritualisiert. Wenn ich an einem bestimmten Tag eine Vorstellung habe, dann kann ich nichts mit meiner Familie oder meinen Freunden unternehmen und im umgekehrten Fall gibt es Tage, an denen ich keinen Auftritt habe, aber niemand anders Zeit hat. Für mich ist das schwer, denn ein gutes Bier zu genießen und einer netten Feier beizuwohnen, zähle ich auch zu meiner Natur.

Das Theater ist ein geschlossenes System, wie ein Staat. So gibt es Vorsitzende, Präsidenten, und so weiter. Wie eine Art Staat im Staat. Es existiert auch eine Art Karrieretreppe und auf dieser trifft man die verschiedensten Charaktere. Es gibt hinterhältige Leute, die mir, obwohl ich es selber besser weiß, sagen, ich hätte an einem bestimmten Auftritt be­sonders gut gesungen. Wenn man dann aber gut singt, sagen sie auch mal gar nichts; so etwas gibt es sicher in jedem Beruf. Ich würde aber dennoch sagen, dass die Gesellschaft hier, insbesondere der Chor, eine wunderbare Mannschaft abgibt.

Sprachen sowie Texte lernen und vergessen

Es ist eine schwere Sache, wenn man während einer Oper die Sprache wechseln muss, aber es ist machbar. Ich erinnere mich an eine Oper, in welcher gleichzeitig die Sprachen Italienisch, Französisch und Russisch verwendet wurden. Man muss auch einen solchen Fall irgendwie meistern. Es ist nur besonders unangenehm, wenn man als Opernsänger zwar be­sonders klar und schön singt, aber das Publikum den Text nicht verstehen kann. Daher machen diejenigen Sänger, die nur eine gute Stimme haben, nur eine mittelmäßige Karriere und kommen selten in die großen Opernhäuser. Ich muss in vielen verschiedenen Sprachen singen: Italienisch, Französisch, Deutsch, Russisch und in Messen sogar Lateinisch. Es ist dabei besonders schwer, im Bereich der hohen Töne ein Wort deutlich auszusprechen. Man muss sehr viel üben, um eine solche Situation zu meistern. Daher gibt es Aufführungshäusern diese kleinen Broschüren, die den Handlungsverlauf enthalten. Auf diese Weise ist nicht nur die Musik im Vordergrund, sondern es wird auch auf die Handlung geachtet.

Was mich belasten kann, ist, wenn ich sehr kurzfristig als Sänger einspringen und singen muss und daher bei einigen Textstellen nicht sicher bin - sowas ist anstrengend. Dieses Jahr musste ich nicht viele Lieder erlernen. Wir haben eine große französische Oper einstudiert, bei der ich ein Stück singen musste - das war´s. Es finden nämlich immer wieder Neuaufnahmen bereits bekannter Stücke statt. Ich bin hier noch relativ neu an dem Opernhaus und lerne im Jahr einige Stücke. Beim Singen im Chor bin ich nicht immer zu hundert Prozent sicher, das ist menschlich. Im Chor kommt es aber auf den Gesamtklang an. Anders als beim Sologesang ist es nicht schlimm, wenn ich mal einen Part vergesse, da ihn dann andere aus meiner Stimmgruppe übernehmen. Ich habe auch mal als Solist meinen Text vergessen. Ich ging wie immer auf die Bühne und begann zu singen, aber mit einem Mal - und das geht wirklich schnell - hatte ich den kommenden Text vergessen. Ein normales Lied hat einige Pausen und das hilft mir, mich dabei zu konzentrieren. Aber in Opernarien werden extrem lange Passagen an einem Stück gesungen, da kann man leicht eine Passage vergessen oder in einem Moment nicht mehr weiter wissen. Als mir das damals in der Oper passierte, habe ich mich wirklich geschämt, obwohl viele der anderen anwesenden Personen gelacht haben. Der Professor lobte mich sogar noch, dass ich nicht unterbrochen habe, sondern einfach "irgendetwas" weitersang (lacht).

Allerdings passiert das im Normalfall eines Auftritts nicht, denn wie in jedem Konzert gibt es auch in meinem Opernhaus ein oder mehrere Souffleure. Die sprechen den Text mit und obwohl es relativ schnell geht, hilft es sehr. Ein guter Souffleur wird auch vom Publikum nicht gehört, wenn er einerseits eine gute Aussprache hat und andererseits dabei noch relativ leise sprechen kann. Seine Kabine ist zudem relativ klein und das Licht ist schlecht, so dass man sagen kann, es ist doch eine sehr schwere Arbeit. Aber es ist eine sehr wichtige, denn es kann, wie gesagt, durchaus vorkommen, dass man in der Oper seine Rolle spielt und plötzlich der Text nicht mehr präsent ist, selbst, wenn man sich vorher noch sicher fühlte.

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