Lebenslauf

Zu genüge hat jeder schon vor seinem Lebenslauf gesessen und überlegt: Was nehm ich mit auf? Nenne ich die Berufe der Eltern? Soll das Neuste nach ganz oben oder doch lieber nach unten?

Fakt ist: der Lebenslauf ist das Aushängeschild eines jeden Bewerbers, das Herz einer jeden Bewerbung. Personaler schauen meistens erst auf den Lebenslauf, um einen ersten Eindruck des Schreiberlings zu bekommen. Dann überhaupt erst wird entschieden, ob es das Bewerbungs- oder Motivationsschreiben wert ist, gelesen zu werden.

 

Der Aufbau

Allgemein hat sich in Deutschland weitesgehen die amerikanische Weise durchgesetzt. Dabei wird gegenchronologisch vorgegangen, das heißt, dass das Neuste oben steht. Wichtig ist dabei, dass die einzelnen Meilensteine im Leben übersichtlich und logisch strukturiert werden. Ein dezenter Briefkopf mit Name und Anschrift verpasst den einzelnen Seiten - es sollten maximal zwei sein - einen einheitlichen Look und so etwas wie eine Überschrift.

Weiter kommt dann zuoberst der Name und Geburtsdatum mit -ort. Die meisten Bewerber platzieren daneben ein Foto, welches auf keinen Fall Pflicht ist. Allerdings wissen wir von uns selbst: ein Gesicht zu einem Namen oder einer Vita hilft, sich jemanden im Gesamten besser vorstellen zu können. Wenn man sich dazu entscheidet ein Bild mitzuschicken, sollte es unbedingt vom Fotografen sein und allgemeinen Standards entsprechen.

Die folgenden Rubriken beinhalten in der Regel Ausbildung, Berufserfahrung oder weitere Kenntnisse und Referenzen (zum Beispiel Computer- oder Sprachkenntnisse). Den Familienstand und Nationalität, Berufe der Eltern und Grundschulzeit werden heutzutage eigentlich nicht mehr angegeben. Weitere Kategorien sind frei wählbar und auch davon abhängig, in welchem Bereich man sich bewirbt. Um dem Schreiben etwas mehr Persönlichkeit zu geben, können beispielsweise Hobbies angegeben werden. Je nach dem welchen Tätigkeiten man in seiner Freizeit nachgeht, sagt dies so einiges über Charakterzüge oder Fähigkeiten aus, die einem im Arbeitsleben von Vorteil sein können.

Das Layout

Ganz wichtig ist, dass der Lebenslauf ein einheitliches Aussehen hat. In Schriftart und Stil sollte er weiteren beigefügten Texten, wie dem Bewerbungsschreiben, gleichen. Die gewählten Rubriken und wichtige Punkte solltem dem Personaler durch Prägnanz ins Auge stechen und dürfen hervrogehoben sein. Ansonsten sollte auf fette, kursive oder farbige Schrift verzichtet werden. Setzt man einzelne Kategorien durch Unterstriche voneinander ab, können Farben des Corporate Designs des Unternehmens einen guten Eindruck machen. Dies sollte aber unternehmens- und persönlichkeitsabhängig gemacht werden.

Abschließend lässt sich noch sagen, dass Lücken im Lebenslauf absolut kein Manko sind. Wichtig ist nur, überzeugt zu sein, von dem wer man ist, was man tut oder aber auch nicht getan hat. Wer nach dem Abschluss nicht gleich ins Berufsleben eingestiegen ist, sondern etwas berufsfernes geleistet hat, sollte dies nicht herabwürdigen, sondern einfach gut begründen können. Schließlich sagt die "Sache", der man in besagter Zeit nachgegangen ist, auch etwas über einen aus, oder etwa nicht?

Und nicht zu vergessen natürlich: Der Lebenslauf ist ein offizielles Dokument. Daher dürfen Ort, Datum und Unterschrift nicht fehlen.